Lauf-Schuhe

Laufen oder Gehen?

Beim Walking hat man im Unterschied zum Jogging immer mit einem Fuß Bodenkontakt. Das hat Folgen für den Kalorienverbrauch, der beim Joggen höher ausfällt, da bei jedem Schritt das Körpergewicht vom Boden weg bewegt wird.

Walking, wie das schnelle Gehen mit kräftigem Armeinsatz seit einigen Jahren heißt, ist vor allem für Menschen geeignet, die stark übergewichtig sind, oder solche, die starke Knie- oder andere Gelenkbeschwerden haben und Menschen die sich in einer Rehabilitation befinden oder Herz-/Kreislauferkrankungen haben, und diese weichere Bewegungsform besser tolerieren als das Laufen. Übergewichtige können, nachdem sie einige Kilos verloren haben und sich der Trainingszustand spürbar verbessert hat, aber auch bald mit den ersten Laufschritten beginnen. Auch bei Menschen mit Gelenkbeschwerden kann sich durch das Walking der gesamte Muskeltonus verändern, Schmerzen werden weniger.

Grundsätzlich ist ein Arzt zu konsultieren.

Oft sehen wir Läufer, die mit hochroten Kopf und schnauffend ihre Runden drehen. Das ist für das Gefühl, „ich habe etwas für mich geleistet“, aber der gewollte Effekt von Gewichtsreduktion, Gesundheit und mehr Leistungsfähigkeit ist dabei ein Riegel vorgeschoben.

Mein Tipp: Tempo anhand einer Pulsuhr kontrollieren und es locker angehen lassen. Dies ist viel effektiver.

Der Laufschuh muß passen

Jedes Jahr werden eine Fülle von neuen Laufschuhen auf den Markt gebracht. Bewährte Modelle werden zu Auslaufmodellen und neue, unbekannte Modelle tauchen auf. Das Angebot ist riesig und dennoch ist es nicht einfach, den richtigen Schuh für den individuellen Fuß zu finden.

Es gibt leichte Laufschuhe und schwere, es gibt stabile und flexible, für Spitzenathleten und Hobbyläufer. So erfreulich diese Vielfalt ist, schreckt sie doch manchen aber ab.

Damit ein passender Schuh überhaupt gefunden werden kann sollte folgendes unbedingt beachtet werden:

Diese Prämissen sind zu beachten, wenn es um die Vorauswahl der Schuhe geht. Jeder Fuß ist anders, also gibt es genauso viele Ansprüche an einen Laufschuh, wie es Läuferfüße gibt. Hilfreich ist es immer, seine alten Laufschuhe zum Kauf mitzubringen. Am Verschleiß und an der Schaftstellung lassen sich oft bereits einige offene Fragen klären. Hier können Fehlstellungen sofort erkannt werden und es können oft genug die Probleme, die beim Laufen aufgetreten sind erläutert werden.

Zur Beratung bitte in ein guten Laufschuh-Laden gehen, denn es gibt nur dort die notwendigen Fachleute zur Beratung und manchmal das Rückgaberecht, wenn die Schuhe dann doch nicht passen.

Wenn dann die Vorauswahl getroffen ist kommen wir zum wichtigsten, was ein Schuh können muß:

Er muß passen!

Das ist ja wohl selbstverständlich wird mir jetzt jeder entgegnen.

Was heißt aber passen?

  1. Die Länge muß richtig sein. Die berüchtigte Daumenbreite Platz muss vorne vorhanden sein, da der Fuss bei Ermüdung länger wird und sich beim Abknicken vorschiebt. Beim Laufen werden die Gefässe verstärkt durchblutet, was die Füsse anschwellen lässt.

    Das reicht natürlich nicht aus, um zu passen.
  2. Die Weite insgesamt muß richtig sein. Nicht zu schmal und nicht zu weit. Der Fuß darf nicht hin und her rutschen.
  3. Die Schafthöhe über dem Zehenraum muß ausreichend aber nicht zu hoch sein.
  4. Die Breite im Ballenraum, also vom Ballen zum kleinen Zeh muß stimmen, also nicht auf den kleinen Zeh oder den Ballen drücken, aber beide doch gut fassen.
  5. Der Schuh darf nicht so geschnürt sein, daß zwischen den Schnürsenkeln kein Platz mehr ist, man den Schuh also im Ernstfalle noch nachschnüren könnte. Er darf aber auch nicht auseinander klaffen und kaum zu schließen sein.
  6. Der gesunde Fuß hat 3 Hauptauflagepunkte, die untereinander brückenbogenähnlich durch komplexe Knochen- und Bänderordnungen verbunden sind.
  7. Der Auflagepunkt zwischen Ballen und Fersenbein muß stimmen.
  8. Die Ferse muß fest im Fersenkorb liegen.
  9. Der Einschlupf muß so sein, daß die Ferse hinten nicht hochgeht.
  10. Die Höhe des Schaftes an den Knöcheln muß so sein, daß der Knöchel nicht auf dem Schaft aufliegt.
  11. Der Schuh darf an keiner Stelle zwicken. Ein leichter Druck im Fußgewölbe kann durch einen leichten Senkfuß, der nun gestützt wird vorkommen. 

Diese Aufzählung kann man sicherlich noch ergänzen, soll sie doch nur klarmachen, daß ein passender Schuh nicht nur in der Länge passen muß, sondern noch viele Kriterien zur optimalen Passung gehören.

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Photo: Felix Meyer