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Lauf-Lust

Ernährung fürs Laufen

Für einen Lauf unter einer Stunde brauchst du keine Sporternährung. Alles darüber wird zu einer Planungsfrage – und die entscheidet oft über die letzten Kilometer.

Redaktion Lauf-Lust · Veröffentlicht am , aktualisiert am

Sporternährung wird oft zu früh zum Thema. Für die allermeisten Läufe im Alltag gilt: Der Körper hat genug gespeichert, du musst nichts nachfüllen. Interessant wird es erst, wenn die Läufe länger werden – und dann ziemlich schnell.

Die Faustregel für die Dauer

  • Bis 60 Minuten: nichts nötig. Vorher normal essen, hinterher normal essen.
  • 60 bis 90 Minuten: Wasser mitnehmen, wenn es warm ist. Kohlenhydrate optional.
  • Über 90 Minuten: planen. 30 bis 60 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde, dazu Flüssigkeit.

Der Grund liegt in den Glykogenspeichern: Sie fassen bei einem trainierten Freizeitläufer Energie für grob 90 bis 120 Minuten intensiverer Belastung. Was danach passiert, kennen Marathonläufer als den Einbruch bei Kilometer 30. Den Gesamtumsatz eines Laufs schätzt der Kalorienverbrauch-Rechner.

Vor dem Lauf

Zwei bis drei Stunden vorher eine normale, eher kohlenhydratbetonte Mahlzeit ohne viel Fett und Ballaststoffe. Wer morgens läuft und keine drei Stunden Vorlauf hat, kommt mit einer Banane oder einem Stück Toast dreißig Minuten vorher meist gut zurecht. Ausführlich unter Vor dem Laufen essen.

Während des Laufs

Trinken nach Durst ist für Freizeitläufer der bessere Ratgeber als starre Mengen. Wer bei jedem Verpflegungspunkt zwei Becher trinkt, weil es sich sicherer anfühlt, riskiert eine Verdünnung des Blutnatriums – ein Zustand, der gefährlicher ist als leichter Flüssigkeitsmangel. Mehr unter Trinken beim Laufen.

Kohlenhydrate über Gels, Riegel oder Getränke sind Trainingssache: Der Magen-Darm-Trakt gewöhnt sich an die Aufnahme unter Belastung, und wer das erst im Wettkampf ausprobiert, lernt es auf die harte Tour. Siehe Kohlenhydrate und Gels.

Nach dem Lauf

Nach kurzen Läufen reicht die nächste normale Mahlzeit. Nach langen oder harten Einheiten hilft es, innerhalb der ersten ein bis zwei Stunden Kohlenhydrate und etwas Eiweiß zu essen – das beschleunigt das Auffüllen der Speicher messbar. Details unter Nach dem Lauf: Regeneration unterstützen.

Nährstoffe, die bei Läufern knapp werden

Vor allem Eisen, bei intensivem Training auch Vitamin D und Magnesium. Eisen ist der häufigste Fall, besonders bei Läuferinnen: Der Mangel äußert sich als anhaltende Müdigkeit und Leistungseinbruch trotz gleichem Training. Das gehört ins Blutbild und in ärztliche Hände, nicht in die eigene Nahrungsergänzung auf Verdacht. Mehr unter Eisen und Nährstoffe.

Quellen

Veröffentlichungen, auf die sich dieser Text stützt. Die Auswahl ist eine redaktionelle Zusammenfassung, keine vollständige Literaturübersicht.

  1. Thomas DT, Erdman KA, Burke LM: Position of the Academy of Nutrition and Dietetics, Dietitians of Canada, and the American College of Sports Medicine: Nutrition and Athletic Performance. Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics, 2016. PubMed
  2. Jeukendrup A: A step towards personalized sports nutrition: carbohydrate intake during exercise. Sports Medicine, 2014. PubMed

Alle Themen in dieser Rubrik

Vor dem Laufen essen

Zwei bis drei Stunden Abstand bei einer normalen Mahlzeit, dreißig bis sechzig Minuten bei einer Kleinigkeit wie einer Banane. Der Rest ist individuelle Verträglichkeit – und die findet man im Training heraus, nicht im Wettkampf.

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Trinken beim Laufen

Zu viel trinken ist bei langen Belastungen ein reales Risiko und nicht die sichere Seite. Der Durst ist für Freizeitläufer der bessere Ratgeber als eine Milliliterangabe.

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Energiegels

Ein Gel liefert je nach Produkt 20 bis 48 Gramm Kohlenhydrate – der Unterschied entscheidet, wie viele Tuben man auf dem Marathon tatsächlich schleppt. Der Vergleich nach Herstellerdaten, ohne Geschmacksurteile.

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Kohlenhydrate und Gels

Der Magen ist trainierbar. Wer im Wettkampf 60 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde aufnehmen will, muss das vorher geübt haben.

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Nach dem Lauf

Nach einem lockeren Lauf reicht die nächste normale Mahlzeit. Nach einem harten oder langen Lauf lohnt sich, nicht zu lange zu warten.

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Eisen und Nährstoffe

Anhaltende Müdigkeit trotz normalem Training ist kein Motivationsproblem. Bei Läuferinnen ist Eisenmangel eine der häufigsten Erklärungen – und sie gehört ins Blutbild.

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Elektrolytgetränke für Läufer

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Energiegels und Riegel für lange Läufe

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Häufige Fragen

Soll ich vor dem Laufen etwas essen?

Bei Läufen unter einer Stunde am Morgen ist nüchtern für die meisten unproblematisch. Bei längeren oder intensiven Einheiten ist eine leichte, kohlenhydratbetonte Kleinigkeit ein bis zwei Stunden vorher sinnvoll, etwa eine Banane oder ein Toast mit Honig.

Wie viel muss ich beim Laufen trinken?

Bis etwa eine Stunde gar nichts, danach nach Durst, grob 400 bis 800 Milliliter pro Stunde je nach Temperatur. Zu viel trinken ist bei langen Belastungen ein reales Risiko und nicht die sichere Seite.

Wann sind Gels sinnvoll?

Ab etwa 75 bis 90 Minuten Belastung. Vorher füllt der Körper den Bedarf aus den eigenen Glykogenspeichern. Wer Gels im Wettkampf nutzen will, muss sie vorher im Training testen.

Nimmt man durch Laufen ab?

Laufen erhöht den Energieverbrauch deutlich, gleicht aber allein keine dauerhaft zu hohe Zufuhr aus. Als Teil einer Veränderung wirkt es gut, als alleinige Maßnahme meist schwächer als erwartet.

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