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Pace-Rechner
Pace ist die Zeit pro Kilometer und damit die Währung, in der Läufer rechnen. Der Rechner übersetzt jede Zielzeit in ein Tempo, das im Training überprüfbar ist.
Redaktion Lauf-Lust · Veröffentlicht am
Pace-Rechner
Zielzeit in Pace umrechnen
Trag deine Wunschzeit ein. Der Rechner sagt dir, welches Tempo du dafür pro Kilometer brauchst.
Ohne JavaScript bleibt die Tabelle unten maßgeblich - sie enthält dieselben Werte für die gängigen Zielzeiten.
| Zielzeit | Pace | Tempo |
|---|---|---|
| 1:30:00 h | 4:16 min/km | 14,1 km/h |
| 1:35:00 h | 4:30 min/km | 13,3 km/h |
| 1:40:00 h | 4:44 min/km | 12,7 km/h |
| 1:45:00 h | 4:59 min/km | 12,1 km/h |
| 1:50:00 h | 5:13 min/km | 11,5 km/h |
| 1:55:00 h | 5:27 min/km | 11,0 km/h |
| 2:00:00 h | 5:41 min/km | 10,5 km/h |
| 2:10:00 h | 6:10 min/km | 9,7 km/h |
| 2:20:00 h | 6:38 min/km | 9,0 km/h |
| 2:30:00 h | 7:07 min/km | 8,4 km/h |
| 2:40:00 h | 7:35 min/km | 7,9 km/h |
| 3:00:00 h | 8:32 min/km | 7,0 km/h |
Pace ist die Zeit, die du für einen Kilometer brauchst, notiert in Minuten und Sekunden. Zielzeit und Pace sind zwei Ansichten derselben Sache: wer den Halbmarathon unter zwei Stunden laufen will, muss die 21,0975 Kilometer im Schnitt mit 5:41 min/km zurücklegen, also mit rund 10,5 km/h.
Der Rechner oben nimmt dir diese Umrechnung ab. Was er nicht leisten kann, ist die Einordnung: ob die Zahl, die er ausgibt, zu deinem aktuellen Training passt, welche Pace im Alltag daraus folgt und wie viel Spielraum du am Renntag einplanen solltest.
Warum Pace und nicht Stundenkilometer
Beide Angaben beschreiben dasselbe Tempo, nur mit vertauschtem Zähler und Nenner. Im Laufsport hat sich die Pace durchgesetzt, weil sie sich unterwegs ohne Rechnen kontrollieren lässt. Wer bei Kilometer 8 auf die Uhr schaut und 45:20 sieht, weiß mit einem Blick, dass er im Schnitt bei 5:40 liegt. Aus 10,6 km/h ließe sich dieselbe Auskunft nur mit Umweg gewinnen.
Der zweite Grund ist praktischer Natur: Trainingsvorgaben stehen fast immer in min/km, Wettkampfschilder stehen an Kilometermarken, und Pacemaker-Gruppen sind nach Zielzeiten benannt. Die Pace ist die Einheit, in der die gesamte Umgebung kommuniziert.
Zielzeit und Pace hängen linear zusammen
Die Umrechnung selbst ist eine simple Division: Zielzeit in Sekunden geteilt durch die Distanz in Kilometern. Daraus folgt eine Eigenschaft, die im Training oft unterschätzt wird. Über den Halbmarathon verändern zehn Sekunden pro Kilometer die Endzeit um gut dreieinhalb Minuten. Über den Marathon sind es sieben Minuten. Kleine Temposchwankungen, die sich beim einzelnen Kilometer kaum bemerkbar machen, summieren sich über die Distanz zu großen Unterschieden.
Umgekehrt gilt: der Sprung von 2:05 auf 1:59 Stunden im Halbmarathon bedeutet nur 17 Sekunden pro Kilometer. Formuliert man dasselbe Ziel als Pace statt als Endzeit, wirkt es meist erreichbarer und ist im Training außerdem direkt überprüfbar.
Renn-Pace und Trainings-Pace sind zwei verschiedene Größen
Der häufigste Fehler im Umgang mit einer errechneten Pace ist die Annahme, man müsse sie nun regelmäßig trainieren. Das Gegenteil ist der Fall. Der weit überwiegende Teil des Wochenumfangs, in strukturierten Plänen rund 80 Prozent, liegt deutlich langsamer als das Wettkampftempo. Nur so lässt sich genug Umfang ansammeln, ohne dass die Ermüdung das Training auffrisst.
Als grobe Orientierung, ausgehend von einer Halbmarathon-Renn-Pace:
| Einheit | Pace relativ zur Halbmarathon-Pace | Zweck |
|---|---|---|
| Ruhiger Dauerlauf | 60 bis 90 s/km langsamer | Grundlage, Kapillarisierung, Sehnenbelastbarkeit |
| Langer Lauf | 45 bis 75 s/km langsamer | Ermüdungswiderstand, Fettstoffwechsel |
| Tempodauerlauf | 5 bis 15 s/km schneller | Laktatverträglichkeit an der Schwelle |
| Intervalle über 1000 m | 25 bis 40 s/km schneller | maximale Sauerstoffaufnahme |
| Steigerungen | frei, kurz | Ansteuerung, Lauftechnik |
Die Spannen sind bewusst breit, weil sie mit dem Leistungsniveau wandern. Bei einer Renn-Pace von 4:15 min/km fällt der Abstand zum lockeren Dauerlauf kleiner aus als bei 6:30 min/km. Details zu den Bereichen stehen unter Trainingsbereiche und Herzfrequenz.
Was eine realistische Zielpace ausmacht
Eine Zielpace ist dann realistisch, wenn sie aus einer vorhandenen Leistung abgeleitet ist und nicht aus einem Wunsch. Der belastbarste Ausgangspunkt ist ein Wettkampf oder ein sauber gelaufener Testlauf über eine kürzere Distanz. Aus einer 10-Kilometer-Zeit lässt sich die Halbmarathon-Pace näherungsweise ableiten, indem man 15 bis 25 Sekunden pro Kilometer aufschlägt. Der Zusammenhang geht auf eine Auswertung von Streckenrekorden zurück, die zeigt, dass sich Bestzeiten über verschiedene Distanzen mit einem festen Exponenten ineinander überführen lassen.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens setzt jede solche Umrechnung voraus, dass der Trainingsumfang zur längeren Distanz passt: wer nie mehr als zwölf Kilometer am Stück läuft, wird die rechnerische Halbmarathonzeit nicht erreichen, egal wie gut die 10-Kilometer-Zeit ist. Zweitens wird die Prognose mit wachsendem Abstand zwischen Test- und Zieldistanz unschärfer. Von 10 Kilometern auf den Halbmarathon funktioniert sie gut, von 5 Kilometern auf den Marathon kaum noch.
Die Zwei-Stunden-Marke im Halbmarathon
Unter zwei Stunden ist die bekannteste Schwelle im Breitensport, und sie ist präzise definiert: 7.200 Sekunden auf 21,0975 Kilometer ergeben 5:41 min/km. Wer diese Pace über die gesamte Distanz hält, kommt auf 1:59:5x ins Ziel.
Genau hier liegt allerdings eine Falle. Fast jede GPS-Uhr zeigt am Ende eines Halbmarathons mehr als 21,1 Kilometer an, häufig 21,3 bis 21,5. Das ist kein Messfehler der Veranstalter: Strecken werden auf der kürzestmöglichen Linie vermessen, während man im Feld außen um Kurven läuft, zur Verpflegung wechselt und Schlangenlinien zieht. Wer strikt auf 5:41 min/km läuft, landet deshalb regelmäßig knapp über zwei Stunden.
Die praktische Konsequenz: plane mit 5:37 bis 5:38 min/km. Das schafft rund eine Minute Puffer und kostet über die Distanz kaum zusätzliche Anstrengung. Ebenso wichtig ist die Aufteilung. Die ersten drei Kilometer sollten eher fünf Sekunden langsamer sein als geplant, weil das Feld anfangs drückt und die zu schnelle Anfangsphase der klassische Grund für einen Einbruch nach Kilometer 15 ist. Wie sich das in die Vorbereitung einfügt, steht unter Halbmarathon-Vorbereitung.
Wann die errechnete Pace nicht gilt
Der Rechner setzt eine flache, gut laufbare Strecke bei angenehmen Bedingungen voraus. Mehrere Faktoren verschieben die tatsächlich mögliche Pace, teilweise erheblich:
- Höhenmeter. Als Näherung kostet ein Anstieg mehr Zeit, als das folgende Gefälle zurückgibt. Eine welligere Strecke ist bei gleichem Aufwand langsamer als eine flache.
- Hitze. Ab etwa 18 Grad steigt die Herzfrequenz bei gleicher Pace spürbar. Bei deutlicher Wärme sind 10 bis 20 Sekunden pro Kilometer Abschlag realistisch.
- Wind. Gegenwind kostet mehr, als Rückenwind auf der Gegengeraden einbringt.
- Untergrund. Auf Schotter, Waldboden oder Sand liegt die Pace bei gleichem Aufwand deutlich über der Asphaltpace, was Vergleiche zwischen Trainingsläufen auf verschiedenen Strecken wertlos macht.
Deshalb ist eine Pace-Angabe immer eine Aussage über Zeit und Strecke, nie über Anstrengung. Für die Steuerung im Training ist das Anstrengungsempfinden oder die Herzfrequenz die stabilere Größe, für die Renneinteilung dagegen die Pace.
Quellen
Veröffentlichungen, auf die sich dieser Text stützt. Die Auswahl ist eine redaktionelle Zusammenfassung, keine vollständige Literaturübersicht.
- Riegel PS: Athletic Records and Human Endurance. American Scientist, 1981.
- Daniels J: Daniels' Running Formula. Human Kinetics, 4. Auflage 2021.
Häufige Fragen
Was bedeutet Pace beim Laufen?
Pace bezeichnet die Zeit, die du für einen Kilometer benötigst, angegeben in Minuten und Sekunden. 5:30 min/km heißt: fünf Minuten und dreißig Sekunden pro Kilometer. Je kleiner die Zahl, desto schneller der Lauf.
Welche Pace brauche ich für einen Halbmarathon unter zwei Stunden?
5:41 min/km über die gesamte Distanz von 21,0975 Kilometern, das entspricht etwa 10,5 km/h. Weil die Uhr durch Kurven und GPS-Abweichung meist etwas mehr als 21,1 Kilometer anzeigt, ist 5:37 bis 5:38 min/km die sicherere Planungsgröße.
Warum ist meine Trainings-Pace langsamer als meine Wettkampf-Pace?
Weil der Grundlagenbereich einen anderen Zweck hat als der Wettkampf. Die lockeren Läufe bauen Kapillarisierung, Mitochondrien und Sehnenbelastbarkeit auf, und das gelingt bei einer Pace, die 60 bis 90 Sekunden pro Kilometer über dem Renntempo liegt, mit deutlich weniger Ermüdung.
Kann ich von meiner 10-Kilometer-Zeit auf die Halbmarathon-Pace schließen?
Näherungsweise ja. Als Faustregel liegt die Halbmarathon-Pace etwa 15 bis 25 Sekunden pro Kilometer über der 10-Kilometer-Pace. Die Umrechnung setzt allerdings voraus, dass der Umfang zur längeren Distanz passt.
Rechnet man Pace in km/h um?
Ja, über 60 geteilt durch die Pace in Minuten. 6:00 min/km sind 10,0 km/h, 5:00 min/km sind 12,0 km/h. Im Laufsport ist die Pace gebräuchlicher, weil sie sich unterwegs leichter mit der Kilometermarke abgleichen lässt.
Redaktion Lauf-Lust · Veröffentlicht am . Fehler gefunden? Schreib uns.